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Monthly archive

Mai 2017

Margarethenwiese Old Boys Basel, 1914

in Fundstücke by

Dachbodenfund in Kreuzlingen. Foto-Buch „Die Schweizerische Grenzbesetzung 1914“ mit einem Foto der Basler Margarethenwiese (Old Boys Basel). Während der beiden Weltkriege mussten Fussballplätze oft als Anbaufelder, Übungsplätze und Durchgangslager (Kreuzlingen) herhalten, die Entschädigungszahlungen liessen oft zu wünschen übrig. Falls jemand am Buch interessiert ist, ich verkaufe es. Sehr schön am reich bebilderten Buch: die modernistische Umschlaggestaltung von Emil Huber.

Es war einmal… (99. Teil): Die Basler Connection beim FCK

in Es war einmal... by

In den 1930er-Jahren lieh der FC Kreuzlingen regelmässig Spieler von Profi-Vereinen. Die Verbindungen zum FC Basel schienen besonders gut gewesen zu sein. Mannschaftsfoto: Kurt Imhof und Emil Hummel mit dem FC Basel als Schweizer Cupsieger 1933.

Emil Hummel

In der Winterpause 37/38 verstärkte sich der FC Kreuzlingen mit dem Stürmer Emil Hummel vom FC Basel. Dieser war deutscher Staatsangehöriger, wurde 1911 geboren und spielte von 1931 bis 1938 beim FC Basel wo er zu 132 Einsätzen und 16 Toren kam. Emil Hummel gewann mit dem FC Basel 1933 den Schweizer Cup, den ersten nationalen Titel für die Rot-Blauen. Hummel spielte von Januar 1938 bis zum Sommer 1939 beim FC Kreuzlingen, weitere Stationen sind nicht bekannt.

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Geschichten des Scheiterns

in Fussballgeschichten by

Als D-Junior scheiterte ich kläglich beim FC Kreuzlingen und wechselte fortan auf die andere Seite der Bande. Der FC Kreuzlingen ist mir noch heute dankbar. Mein erstes Spiel in den 1990er-Jahren war International, FC Kreuzlingen gegen Slovan Bratislava. Ich erwartete tausende Zuschauer zum Sommertestspiel, es kamen 80.

Seither sah ich rund 500 FCK-Spiele, erlebte in fast 20 Jahren einen Aufstieg, zwei Abstiege und die Verhaftung eines Trainers. Ein internationaler Gegner kam nie wieder, also versuchte ich mich mit der Vermittlung eines Freundschaftsspiels zwischen dem FC Kreuzlingen und Tennis Borussia Berlin, es kam nie zustande. Ich wollte die Currywurst im Hafenareal etablieren, am Ende verlor ich gegen die Brodwurscht. Bei einem Auswärtsspiel in Baden holte ich mir ein blaues Auge bei der Verteidigung der FCK-Fahne.

Mit Lesungen brachte ich die grosse Fussballwelt ins Hafenareal. Daniel Ryser erzählte im Stakkato-Stil über Zürcher Hooligans, Andreas Gläser brachte BFC-Verherrlichung ins Club-Beizli, Pascal Claude Fussball-Schallplatten und ein obszönes Fanutensil von Hajduk Split. Ich schrieb Fanzines, eine Chronik zum 111-jährigen Vereinsjubiläum und installierte im Hafenareal eine Bande zu Ehren von Norman Smith.

Bei thurgaukultur.ch versuchte ich einen Fussball-Blog zu etablieren. Nach meinem freundlichen Angebot sperrte mich der Kulturleiter auf Facebook. Es ist der vorläufige Höhepunkt meiner Fankarriere – und Startschuss meines neuen Blogs hafetschutter.ch. Eines Tages spielen wir in der Challenge League.

4 Groundhopper auf der Grünau

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Dienstagabend, 20. Uhr. Sportplatz Grünau in Sirnach: blaue Tartanbahn ohne Banden, Schulsport-Atmosphäre, die Tabelle im Matchprogramm ist mehrere Wochen alt, Getränke werden von der Rampe eines Lieferwagens verkauft. Das Bier schäumt von der holprigen Fahrt, der Verkäufer entschuldigt sich – dass Flutlicht fehle auf der angestammten Sportanlage Kett. Dafür sind vier deutsche Groundhopper anwesend, einer aus Bremen, einer aus Plauen, einer aus Konstanz, einer aus Überlingen. Immer auf der Suche nach einem noch nicht „gemachten“ Fussballplatz. Der Ausweichplatz Grünau, für die einen Mühsal, für die anderen gesammelter Exotenpunkt.

Jürgen Seeberger macht sich Notizen. Rui Luis analysiert das Spiel, Ridvan Rexhepaj sitzt bei den Sirnachern, dass Kreuzlinger Stammpublikum und die Sirnacher Ersatzspieler pflaumen sich gelangweilt an. Fussballstimmung kommt nicht so recht auf, trotz Flutlicht. Die Groundhopper sind sich einig, der FCK hätte den Sack schon lange zumachen müssen in dieser Partie. Keep Reading

Hafetschutter der Saison 16/17

in Hafetschutter des Jahres by

Wir wählen den FC Kreuzlingen – Spieler der Saison!

Wähle den deiner Meinung nach besten Spieler der Saison 2016/2017 bis zum 29.05.2017 per online-Voting.

Wahlmodus: 50% der Stimmen per online-Voting, 5 x 10% der Stimmen durch fünf Journalisten und Experten. Der Sieger wird am letzten Heimspiel bekannt gegeben (Samstag, 17.06.2017 gegen den FC Schaffhausen 2). Keep Reading

Blick über die Bande – 7:1

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Das Wiler U20-Team wird vor 180 Zuschauern im Hafenareal mit 7:1 überrannt. Fünfmal trifft Andi Qerfozi gegen seinen Ex-Verein. Damit schraubt Qerfozi, der zum erweiterten U21-Kader von Albanien gehört, seine Saison-Bilanz auf 19 Tore in 14 Spielen.

Von den anderen Top-Teams strauchelt Linth mit 1:2 gegen den FC Winkeln und könnte jetzt bei einem Sieg am nächsten Samstag in Niederurnen (17.00 Uhr) überholt werden. Wird das Nachholspiel in Sirnach gewonnen (Dienstag, 20.00 Uhr), beträgt der Rückstand auf den FC Kosova bei vier ausbleibenden Partien fünf Punkte.  Keep Reading

Gute Zuschauerzahlen im Amateurbereich

in Ausserkantonal by
„Die etwa 400 mitgereisten FC Kosova Anhänger (Zuschauerzahl: 562) waren total begeistert.“ (fckosova.ch)
Spitzenspiel 2. Liga Interregional am 14.05.2017, FC Freienbach vs. FC Kosova Zürich 1:3. Jürgen Seebergers FC Kosova überrundet den FC Freienbach und gilt nun als Top-Favorit auf den 1.-Liga-Aufstieg.
Foto: Bruno Füchslin, klickundtipp.ch / fc-freienbach.ch

Grenzstadtkurier Nr. 11

in Grenzstadtkurier by

Der FC Kreuzlingen hat während 112 Jahren eine bewegte Vereinsgeschichte durchlebt. Wer sich dafür interessiert, wird mit dem Grenzstadtkurier bestens bedient. Die neueste Ausgabe berichtet auf 68 A5-Seiten von den FCK-Jahren 1947 bis 1954, zeichnet die Geschichte des Kreuzlingers Walter Beerli nach (WM-Teilnehmer 1950), wartet mit einem Essay zur Sportplatzfrage von Bruno Neidhart auf und begibt sich auf Spurensuche des alten Stadions an der Konstanzerstrasse. Als Zugabe wurden alle Vereinswappen von 1905 bis 2017 von einem Wappenzeichner neu aufbereitet.

Die 11. Ausgabe ist für 5 Franken an folgenden Orten erhältlich:

FCK-Heimspiele im Club-Beizli (und am 20.5. am Haupteingang) / NOFB-Shop, Berlin (online-Shop für deutsche Käufer) / Sportantiquariat Germond, Zürich (ab 22.5. / online und Laden) / didi:offensiv-Bar, Basel (ab 22.5.) / Libero-Bar, Winterthur (ab 21.5.)

Grenzstadtkurier Nr. 11 - das FC Kreuzlingen - Fanzine
Grenzstadtkurier Nr. 11 – das FC Kreuzlingen – Fanzine

Vorentscheidung im Gründenmoos

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Es ist passiert. Nach sechs Pflichtspielsiegen in Folge verliert der FC Kreuzlingen mit 3:2 beim FC Winkeln St. Gallen. Damit dürften die Aufstiegshoffnungen begraben sein. Jammern? Überhaupt nicht! Ein grosses Kompliment an die Mannschaft! Nach der Vorrunde konnten die Zuschauer im Frühling 13 belanglose Spiele erwarten. Stattdessen begeisterte der FC Kreuzlingen mit einer Siegesserie in der Meisterschaft und qualifizierte sich für den Schweizer Cup. Nun genügt ein einziger Ausrutscher um aus dem Aufstiegsrennen zu fallen. Bitter – aber nur im ersten Moment.

Es war natürlich eine ziemliche Phantasterei, die da acht Spiele anhielt. Ausgerechnet in der am stärksten besetzten 2. Liga Interregional aller Zeiten setzte der FC Kreuzlingen zu einer Aufholjagd an – gegen drei absolute Topteams und bei neun Punkten Rückstand.

Es war ein verhexter Nachmittag. Keep Reading

Wo bleibt Ihre Frage?

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Im Hafenareal gibt es nach dem Spiel eine Tradition. Der Trainertalk im Club-Beizli. Kein mir sonst bekannter Amateurverein veranstaltet sowas. Bereits zu 1.-Liga-Zeiten war er berühmt-berüchtigt. Manche Trainer verweigerten die Teilnahme. Manche fanden vor fünf Personen statt. Heikel sind die anschliessenden Fragen aus dem Publikum, mitunter wird es konfus, so am Samstag nach dem Uzwil-Spiel:

Der „Maestro“ meldet sich zu Wort. Ein Zuschauer, der an der Kasse gerne „Karten für die Nordkurve“ bestellt: „Es gibt Millionen Zuschauer – und dann das!“ und weiter „Es gibt Millionen Zuschauer, keiner versteht etwas!“ Der Moderator: haben Sie eine Frage? „Millionen Zuschauer und keiner hat eine Ahnung!“, wo bleibt Ihre Frage?

Er überlegt – „Ich habe keine Frage“ – wieder Stille. Keep Reading

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