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Freudentänze und Jagdszenen

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Bei den Spiele Kreuzlingen vs. Freienbach redet man auf beiden Seiten von einem Klassiker der letzten Jahre. Die Zutaten: sportliche Augenhöhe, dramatische Spiele, eine spürbare Rivalität auf Platz und Rängen. Das Spitzenspiel am Samstag hielt zwar nicht das sportliche Versprechen, zu fehlerhaft war besonders der Spielaufbau der Kreuzlinger, aber wie schon so oft endete dieses Partie denkwürdig. Freienbach, über weite Strecken das bessere Team, kassierte tief in der Nachspielzeit und in buchstäblich letzter Spielsekunde den K.O.-Schlag zum 2:1. Die Zuschauer im Hafenareal setzten zu Freudentänzen an, derweil es Richtung Kabinentrakt zu Szenen kam, die an das Schweizer Spiel in der Türkei erinnerten. Wirklich unverdient war die Niederlage der Freienbacher nicht, denn die letzte Viertelstunde suchte nur noch Kreuzlingen den Sieg. Im Clubhaus wurden schon Wetten abgeschlossen ob sich der Freienbacher Trainer überhaupt noch dem Trainertalk stellen würde. Er kam, zuvor verwüsteten seine Spieler nur noch schnell die Kabine, inklusive wenig freundlicher Graffitis. Wenig freundlich auch der Freienbacher Präsident, der in Mails auch mal grundlos ausfällig wird – gleichzeitig das Motto seines Vereins unter „Fairplay“ stellt. Wow, muss man erstmal alles so hinkriegen. Taktisch klug wurde der anschliessende Trainertalk von Bruno B. geführt – er gilt als einziger Kreuzlinger, dem in Freienbach ein Café serviert wird. Immerhin.

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