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Revanche nach 26 Jahren

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Manchmal ereignen sich Dinge, welche den Fussball völlig in den Hintergrund rücken lassen. So fehlte ich seit vielen Jahren erstmals wieder an einem Heimspiel. Dafür hat man Fussballfreunde, die einem für den HAFETSCHUTTER berichten:

„Im abschliessenden Trainertalk im Clubhaus war das Verhältnis Einsiedeln – Kreuzlingen 39 : 7 Zuschauer (!). (Titelfoto: fce.ch)

Als FCE Trainer Kälin die Runde betrat, wurde er mit anhaltendem Applaus der eigenen Zuschauer (Altersdurchschnitt ca. 60 Jahre) frenetisch begrüsst.

Ein Zuschauer hat mir auf seinem Handy die Match-Aufstellung der letzten Begegnung von 1991 gezeigt. Endresultat 7:1 für den FCK!

 Insgesamt ein tolles, fachlich faires FCE Publikum, das ganz nebenbei auch noch für gehörig Umsatz im Clubhaus gesorgt hat.

Unsere Mannschaft war zwar mehrheitlich überlegen, technisch besser  – aber eben: Der Biss fehlte. Kontertor von Einsiedeln in der 83. Minute. Vorausgegangen war ein schrecklicher Patzer in unserer Hintermannschaft.“

Hier gehts zum Spielbericht des fce.ch

Vielen Dank für die Zeilen! Der fehlende Biss kostete uns in den letzten zwei Partien gegen harmlose Gegner fünf Punkte. So überwintert der FC Kreuzlingen mit sechs Punkte Rückstand aufs Führungsduo Linth / Freienbach. Ansporn genug um in der Rückrunde einen Angriff zu Versuchen.

 

1 Comment

  1. „Schon vor 12’000 Jahren wurde das Hochtal von nomadisierenden Jägern besucht“. Die Sprache ist von Einsiedeln. Wohl einige Jahre später (?) entstand dann im Rappenmösli eine hübsche Fussballanlage mit kleiner überdachter Zentraltribüne und angeschlossenem (fest gemauerten!) Klubhaus mit Panoramafenstern. Die dort kickenden Klosterdorfathleten vom FCE 1958 hatten 2017 sicher eine gehörige Portion Segen des Klosterheiligen Meinrad abbekommen, als sie jetzt wiedermal an den Bodensee reisen mussten. Es half. Die 7 zu 1-Schmach von 1991 ist weggeputzt. Zu bemerken wäre noch, dass sich damals – Kreuzlingen ist inzwischen deutlich gewachsen – mehr Zuschauer am Spielfeldrand einfanden, als vergangenen Samstag. Wobei zur kleineren aktuellen Zahl sogar die Schwyzer einiges beitrugen. Urschweizer Treue.

    Nun, der FCK, die erste Mannschaft, hat sich eine veritable Spätherbstkrise zugelegt. Nur so ist verständlich, dass fünf Punkte gegen Gegner verloren gingen, die bisher im Niemandsland der Ligatabelle vegetierten. Krasser kann man das nicht feststellen. Wäre geschönt. Darüber länger zu lamentieren macht jedoch genauso wenig Sinn. Ist nun mal Fakt.

    Und so liegt es wiedermal an den Mannschaftsverantwortlichen zu hinterfragen (auch an den Spielern!), was die seit einiger Zeit diagnostizierte Abschlussschwäche nun für die zweite Saisonhälfte, in der dann die Würfel ganz vorne und im Hinterland der Tabelle endgültig fallen werden, zu bedeuten hat. Exakter: welche Folgerungen daraus zu ziehen sind. Das muss lösbar sein! Die Mannschaft ist doch deutlich besser aufgestellt, als sie es in den vergangenen 14 Tagen zeigte. Zum Glück für den FCK hat sich an der Ligaspitze der Gruppe 6 der Spitzenreiter durch eine Niederlage beim Verfolger nicht weiter absetzen können. Derweil z.B. in der Ligagruppe 1 die CS Chênois bereits mit 10 Punkten mehr auf dem Konto enteilt ist, und in Gruppe 4 gar der SC Goldau mit 9 Punkten Vorsprung führt. Goldau? Hat 2017 nicht der FCK gegen die Goldauer eine Cup-Partie gewonnen? Na also – geht doch!

    Wie es hingegen weniger gut geht, las ich in einem Spielbericht über die samstägliche Partie am Hafen. So berichtet ein Berichterstatter: „Schade dass sein präzises Zuspiel keinen Abnehmer im Strafraum fand“. Stand hier womöglich der vorgesehene Zuspielempfänger einfach falsch? Manchmal stellen sich im Fussball Fragen, die spontan unlösbar sind. Dazu sind heute Videoaufnahmen zuständig. Oft wird man nicht mal damit klüger. Verflixtes Spiel.

    Man hat sich also neuerdings auch mit Phantomen zu beschäftigen, wenn es um Fussball geht. So hatte der zuspielende FCK-ler samstags womöglich ein Phantom als Pass-Zuspielempfänger gesehen. Ebenso aktuell der Mainz 05-Keeper bekanntlich sogar einen Phantompass gespielt, ohne einen Ball zu berühren. Dieser getätigte Nichtpass wurde inzwischen millionfach „angelickt“. So tickt heute die Welt. Sie beschäftigt sich gern mit Phantomen.

    Realer hat es für den FCK zu klingen: In der zweiten Saisonhälfte zur Spitze aufsteigen muss noch lange keinem Phantom gleichkommen. Einfach anpacken!

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