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Vor- und Nachbetrachtungen

Revanche nach 26 Jahren

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Manchmal ereignen sich Dinge, welche den Fussball völlig in den Hintergrund rücken lassen. So fehlte ich seit vielen Jahren erstmals wieder an einem Heimspiel. Dafür hat man Fussballfreunde, die einem für den HAFETSCHUTTER berichten:

„Im abschliessenden Trainertalk im Clubhaus war das Verhältnis Einsiedeln – Kreuzlingen 39 : 7 Zuschauer (!). (Titelfoto: fce.ch)

Als FCE Trainer Kälin die Runde betrat, wurde er mit anhaltendem Applaus der eigenen Zuschauer (Altersdurchschnitt ca. 60 Jahre) frenetisch begrüsst.

Ein Zuschauer hat mir auf seinem Handy die Match-Aufstellung der letzten Begegnung von 1991 gezeigt. Endresultat 7:1 für den FCK!

 Insgesamt ein tolles, fachlich faires FCE Publikum, das ganz nebenbei auch noch für gehörig Umsatz im Clubhaus gesorgt hat.

Unsere Mannschaft war zwar mehrheitlich überlegen, technisch besser  – aber eben: Der Biss fehlte. Kontertor von Einsiedeln in der 83. Minute. Vorausgegangen war ein schrecklicher Patzer in unserer Hintermannschaft.“

Hier gehts zum Spielbericht des fce.ch

Vielen Dank für die Zeilen! Der fehlende Biss kostete uns in den letzten zwei Partien gegen harmlose Gegner fünf Punkte. So überwintert der FC Kreuzlingen mit sechs Punkte Rückstand aufs Führungsduo Linth / Freienbach. Ansporn genug um in der Rückrunde einen Angriff zu Versuchen.

 

Millionäre im Gründenmoos

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Gefühlt 75% Spielanteil und die besseren Torchancen, am Ende wieder nur ein Unentschieden beim sehr limitiert spielenden FC Winkeln. Immerhin patzten auch Linth und Uzwil.

Der St. Galler Quartierverein durchläuft die erwartet schwere Saison und steht am Tabellenende, mit Eigengewächs und Ex-Profi Sven Lehmann verliess der einzig grosse Name den Verein. Nun steht man hinten dicht am Gegner und versucht vorne an einen Lucky Punch zukommen. Genau das gelang – und das 1:1 wurde von einigen Spielern wie ein Sieg bejubelt.

Was geschah auf der wuchtigen Gründenmoos-Tribüne, unterhaltsame Diskussionen mit dem Winkler Trainergespann etwa. Der Trainer war etwas schlecht gelaunt, kurz zuvor warf ihm ein Zuschauer versehentlich einen Ball an den Kopf (chasch nöd besser ufpasse!).

Freudentänze und Jagdszenen

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Bei den Spiele Kreuzlingen vs. Freienbach redet man auf beiden Seiten von einem Klassiker der letzten Jahre. Die Zutaten: sportliche Augenhöhe, dramatische Spiele, eine spürbare Rivalität auf Platz und Rängen. Das Spitzenspiel am Samstag hielt zwar nicht das sportliche Versprechen, zu fehlerhaft war besonders der Spielaufbau der Kreuzlinger, aber wie schon so oft endete dieses Partie denkwürdig. Freienbach, über weite Strecken das bessere Team, kassierte tief in der Nachspielzeit und in buchstäblich letzter Spielsekunde den K.O.-Schlag zum 2:1.  Keep Reading

Wurst im Papier

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Mit 5:0 wurde die Wiler Talentauswahl vom FC Kreuzlingen demontiert, 90 Minuten gings fast nur in eine Richtung. Zumindest bis Mittwoch ist damit die Tabellenspitze zurück erobert. Strategisch nicht unbedingt förderlich, wie wir bereits von Leser B.N. wissen.

Widmen wir uns Nebensächlichem. Eine junge deutsche Zuschauerin bemerkt in der Pause des Wil-Spiels am Wurststand staunend: „eine Wurst in Plastik eingepackt?“ worauf ihr Konstanzer Begleiter unaufgeregt „ist hier ganz normal“ antwortet – Die Stadionwurst im (meist rosa) Wurstpapier, eine Schweizer Eigenart, der vor ein paar Jahren sogar ein Buch gewidmet wurde (welches in original Wurstpapier-Umschlag daher kommt).  Keep Reading

Was kümmert einen der Millionenzirkus

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Tabellenführer und neu erbautes Schaffhauser Stadion – das wären eigentlich die Zutaten für ein Pflicht-Auswärtsspiel des FC Kreuzlingen beim FC Schaffhausen 2 gewesen. Mit zwei Kleinkindern sehen die Prioritäten manchmal anders aus, da kann auch eine Anstosszeit um 18.00 Uhr zu spät sein. Da die 2. Mannschaft zur selben Zeit in St. Gallen beim FC St. Otmar spielte, musste eine andere Spielpaarung her. Die war mit dem Konstanzer Stadtderby BC Konstanz-Egg gegen DJK Konstanz schnell gefunden.

Zum BC Konstanz-Egg gibt es eine persönliche Komponente, mein Grossvater sah sich dort in den 1950er-Jahren Spiele an, kurz nach der Gründung des Vereins. Die DJK Konstanz wiederum, Gründungsmitglied der Oberliga Baden-Württemberg, spielte in seinen besten Jahren gegen Eintracht Frankfurt und den 1. FC Nürnberg, war Teilnehmer der legendären Schwarzwald-Bodensee-Liga und der 1. Amateurliga Südbaden. Mäzen der DJK war ein Schweizer Unternehmer, der sich auch gerne mal selbst im Tor aufstellte.

Im Vereinsheim der Egger entdeckte ich tatsächlich den damaligen Freund meines Grossvaters auf einem Mannschaftsfoto von 1952 (Hans Sulger). Schnell kam man mit einem 80-jährigen Vereinsveteran ins Gespräch. Seit 50 Jahren gehe er zum BC Konstanz-Egg, bis 65 spielte er bei den Alten Herren. Die Erste hätte letztes Jahr noch A-Klasse gespielt – die typische Antwort eines Fans. Ich hänge bei der Frage nach der Liga-Zugehörigkeit des FC Kreuzlingen immer ein „vor ein paar Jahren noch in der 1. Liga“ an. Nun also B-Klasse beim BC Konstanz-Egg (und bei der DJK), die zweitunterste Spielklasse Deutschlands.

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Tabellenführer vor der Hohentwiel

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Tabellenführer! Mit dem verdienten 1:0-Sieg gegen den stark besetzten FC Uzwil konnte der FC Kreuzlingen nach dem 4. Spieltag die Tabellenspitze übernehmen. Damit wurde der schwere Meisterschaftsstart mit Bravour gemeistert, immerhin musste man sich gegen drei „Hochkaräter“ durchkämpfen (Frauenfeld, Linth, Uzwil). Das Vorrundenprogramm sieht nur noch einen Gruppenfavoriten vor (Freienbach), allerdings gibt es auch keine „sicheren 3 Punkte“, die Resultate der Gruppe beweisen es jeden Spieltag aufs Neue. Keep Reading

Schwungvolle 7 Minuten

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Gegen Bazenheid reichten exakt 7 Minuten Sturmlauf. Der FC Kreuzlingen war im Toggenburg zwar die ganze erste Halbzeit überlegen, doch erst die Einwechslung von Arifagic in der 35. Minute brachte die Wende. Bereis 15 Sekunden nach seinem Einlaufen erzielte er das 2:0. Es folgten sieben Minuten Druckphase – in denen der FC Bazenheid wie ein Kartenhaus zusammenbrach und der FC Kreuzlingen auf 4:0 davon zog. Keep Reading

Wohin geht die Reise?

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Der Saisonstart hätte leicht schief gehen können. Ein Cup-Abenteuer wie jenes gegen Rapperswil kostet oft Meisterschaftspunkte. Frauenfeld liegt dem FCK in letzter Zeit nicht und zum Abschluss der englischen Woche auch noch das starke Linth zu Gast. Da hätte man gut mit leeren Händen dastehen können. Nicht so mit dem aktuellen Ortancioglu-Team. Die 300 Zuschauer bekamen im Hafenareal einen sehenswerten 2:1-Sieg serviert.

Am Schluss wurds eng, die Haupttribüne geriet in den letzten Nachspielminuten richtiggehend in Wallung – so soll es sein. Ganz besonders positiv, in der Startformation ein halbes Dutzend Spieler aus der Region Kreuzlingen, davon drei Spieler dessen Väter bereits beim FC Kreuzlingen spielten, wann hat es das zuletzt gegeben? Ich schaue mir seit über 20 Jahren die Spiele an und kann mich nicht daran erinnern, oder täusche ich mich? Das unvermeidliche Niveaugefälle mancher Akteure fällt überraschend wenig ins Gewicht. Da haben wir schon weit schlechteres gesehen mit «gestandenen, erfahrenen und teuren» Spielern. Wohin geht die Reise mit diesem Kreuzlinger Team, was ist möglich mit der Mannschaft? Keep Reading

Die verkündete Zuschauerzahl

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Ein Derby gegen Frauenfeld (0:2) verliert man nicht gerne, wichtiger war an diesem Tag allerdings der Aufstieg der 2. Mannschaft in die 3. Liga. Dem angestrebten guten Unterbau (3. Liga, A-C Junioren in der Coca-Cola-League) ist man damit ein grosses Stück näher gerückt, zumal in der Vorwoche die B-Junioren in die Promotion League aufgestiegen sind und die A-Junioren sich auf bestem Weg in die 1. Stärkeklasse befinden.

Fast gleichzeitig zum Kantonsderby zwischen den beiden besten Thurgauer Fussballmannschaften fand ein paar Hundert Meter weiter im Burgerfeld das eine Liga tiefer ausgespielte Lokalderby zwischen dem AS Calcio und dem FC Tägerwilen statt. Schade, dass man bei Calcio keine Zuschauerzahlen veröffentlicht, wird das seine Gründe haben? Keep Reading

4 Groundhopper auf der Grünau

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Dienstagabend, 20. Uhr. Sportplatz Grünau in Sirnach: blaue Tartanbahn ohne Banden, Schulsport-Atmosphäre, die Tabelle im Matchprogramm ist mehrere Wochen alt, Getränke werden von der Rampe eines Lieferwagens verkauft. Das Bier schäumt von der holprigen Fahrt, der Verkäufer entschuldigt sich – dass Flutlicht fehle auf der angestammten Sportanlage Kett. Dafür sind vier deutsche Groundhopper anwesend, einer aus Bremen, einer aus Plauen, einer aus Konstanz, einer aus Überlingen. Immer auf der Suche nach einem noch nicht „gemachten“ Fussballplatz. Der Ausweichplatz Grünau, für die einen Mühsal, für die anderen gesammelter Exotenpunkt.

Jürgen Seeberger macht sich Notizen. Rui Luis analysiert das Spiel, Ridvan Rexhepaj sitzt bei den Sirnachern, dass Kreuzlinger Stammpublikum und die Sirnacher Ersatzspieler pflaumen sich gelangweilt an. Fussballstimmung kommt nicht so recht auf, trotz Flutlicht. Die Groundhopper sind sich einig, der FCK hätte den Sack schon lange zumachen müssen in dieser Partie. Keep Reading

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