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Hafetschutter e.V.

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Werden Sie Mitglied im Hafetschutter e.V. – Verein für Kreuzlinger Fussballkultur. Unterstützen Sie damit den Aufbau eines Vereinsarchivs, die Aufarbeitung der Clubgeschichte, die Wahl zum Spieler des Jahres, den Blog hafetschutter.ch und weitere Projekte rund um den Kreuzlinger Fussball. Die Jahresbeiträge betragen CHF 20.00 bzw. CHF 50.00 für Gönner. Weitere Infos.

Fundstück: Kreuzlinger Trikot

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Auf tutti.ch verkauft Peter aus Zürich ein FCK-Trikot. Der stolze Preis: 100 Franken. Zum gleichen Preis bietet Peter eines vom AS Monaco an.

Von wann ist das Trikot? und wer trug damals die Nummer 8?

Hafetschutter.ch findet so etwas natürlich heraus. Es war das Trikot von Tomislav Bundovic aus der Spielzeit 2003/2004, das Trikot der legendären Fast-Aufstiegssaison! Beim Sieg gegen den FCZ U21 jubelten wir damals mit Bundo in der Spielerkabine über die Qualifikation zu den Aufstiegsspielen in die Challenge League, rissen ihm fast das Trikot vom Leib. 210 Spielminuten später schmiss er es entnervt weg und wechselte zu Chur 97. Jetzt ist es bei Tutti.

Nachtrag: Für 60 Franken unterwegs ins FCK-Archiv.

Revanche nach 26 Jahren

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Manchmal ereignen sich Dinge, welche den Fussball völlig in den Hintergrund rücken lassen. So fehlte ich seit vielen Jahren erstmals wieder an einem Heimspiel. Dafür hat man Fussballfreunde, die einem für den HAFETSCHUTTER berichten:

„Im abschliessenden Trainertalk im Clubhaus war das Verhältnis Einsiedeln – Kreuzlingen 39 : 7 Zuschauer (!). (Titelfoto: fce.ch)

Als FCE Trainer Kälin die Runde betrat, wurde er mit anhaltendem Applaus der eigenen Zuschauer (Altersdurchschnitt ca. 60 Jahre) frenetisch begrüsst.

Ein Zuschauer hat mir auf seinem Handy die Match-Aufstellung der letzten Begegnung von 1991 gezeigt. Endresultat 7:1 für den FCK!

 Insgesamt ein tolles, fachlich faires FCE Publikum, das ganz nebenbei auch noch für gehörig Umsatz im Clubhaus gesorgt hat.

Unsere Mannschaft war zwar mehrheitlich überlegen, technisch besser  – aber eben: Der Biss fehlte. Kontertor von Einsiedeln in der 83. Minute. Vorausgegangen war ein schrecklicher Patzer in unserer Hintermannschaft.“

Hier gehts zum Spielbericht des fce.ch

Vielen Dank für die Zeilen! Der fehlende Biss kostete uns in den letzten zwei Partien gegen harmlose Gegner fünf Punkte. So überwintert der FC Kreuzlingen mit sechs Punkte Rückstand aufs Führungsduo Linth / Freienbach. Ansporn genug um in der Rückrunde einen Angriff zu Versuchen.

 

Frauen an der Konstanzerstrasse

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Fotos des alten Grenzland-Stadions an der Konstanzer-strasse (1932 bis 1959) finden nur noch ganz selten den Weg zu mir. Die Fotografen standen zudem bei fast allen erhaltenen Aufnahmen auf der südlichen Tribünenseite.

Umso spannender ist diese Aufnahme von der südöstlichen Platzseite. Zuschauer fand man auf den bisher entdeckten Fotos nur äusserst selten. Hier ist erstmals gut zu erkennen wie auch eine grössere Anzahl Frauen einem Spiel an der Konstanzerstrasse beiwohnt. Über Zuschauerinnen an der Konstanzerstrasse entdeckte ich in alten Zeitungen nur einen einzigen Satz. 1934 gastierte die Mexikanische Nationalelf beim FC Kreuzlingen und unter den knapp 3’000 Zuschauern hätte sich „eine grosse Anzahl weibliches Publikum eingefunden“. Ein etwas ungerechtes Bild, denn es gab sehr wohl zu jeder Zeit auch tatsächlich am Fussball interessierte Frauen. Bestes Beispiel, die meisten Fotos und Matchprogramme aus dieser Zeit habe ich einer Frau zu verdanken, der damals 16-jährigen Lisel Gutknecht.

Entdeckt habe ich dieses Bild im Museum Rosenegg bei der noch bis am 19. November 2017 geöffneten Sonder-ausstellung „Quer durch die Stadt – Historische Fotografien aus Kreuzlingen“. Von wann mag das Bild stammen?

 

Millionäre im Gründenmoos

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Gefühlt 75% Spielanteil und die besseren Torchancen, am Ende wieder nur ein Unentschieden beim sehr limitiert spielenden FC Winkeln. Immerhin patzten auch Linth und Uzwil.

Der St. Galler Quartierverein durchläuft die erwartet schwere Saison und steht am Tabellenende, mit Eigengewächs und Ex-Profi Sven Lehmann verliess der einzig grosse Name den Verein. Nun steht man hinten dicht am Gegner und versucht vorne an einen Lucky Punch zukommen. Genau das gelang – und das 1:1 wurde von einigen Spielern wie ein Sieg bejubelt.

Was geschah auf der wuchtigen Gründenmoos-Tribüne, unterhaltsame Diskussionen mit dem Winkler Trainergespann etwa. Der Trainer war etwas schlecht gelaunt, kurz zuvor warf ihm ein Zuschauer versehentlich einen Ball an den Kopf (chasch nöd besser ufpasse!).

Im Goldregen jubelte mir der DFB-Präsident zu

in Fussballgeschichten by

Aus Aussenseiter gestartet, gewann ich den Erinnerungs-preis der Deutschen Akademie für Fussballkultur. Bei der Preisverleihung in Nürnberg stand ich im Goldregen neben KICKER-Koryphäe Rainer Holzschuh während uns der im Publikum sitzende DFB-Präsident Reinhard Grindel zujubelte. Vicente del Bosque schüttelte feierlich meine Hand und sagte „felicitar“.

Ich unterhielt mich mit einem Fussball-Linguistiker (ich komme aus der Schmuddel-Ecke meines Fachbereichs) und einem Grammatik-Professor (ich musste an einem Preisausschreiben teilnehmen um an eine Eintrittskarte zu kommen). Ich sprach im Jugend-TV, lehnte Radio-Interviews ab und lief mit einem 5’000-Euro-Check durch die Gegend. Ich erzählte Geschichten von Walther Bensemann, Heiner Stuhlfauth und einem im Koks untergegangenen Aufstieg, die fränkische Weinkönigin prostete mir zu. Spätnachts riefen wir ein Taxi, mein Laudator empfahl mir als Preisträger den standesgemässen Beifahrersitz, ich nahm mit meiner fast 4 Kilogramm schweren Siegerfigur platz und zahlte die Fahrt. Hinter mir erzählte man sich kichernd Günter-Netzer-Anekdoten. Selig schlief der Fussballkultur-Betrieb im Hotel Victoria ein.

Fussballkultur. In den 1990er/2000er-Jahren schwappte das, was sich mit den Randgeschehnissen des Fussballs beschäftigte von England (When Saturday Comes) in den deutschsprachigen Raum herüber, wurde zuerst in Fanzines thematisiert – aus welchen wiederum (genauer aus dem Bielefelder Fanzine „um halb vier…“) das 11 FREUNDE entstand. Beim „Deutschen Fussball-Kulturpreis“ in Nürnberg konnte man erleben, wie Fussballkultur mit all ihren Facetten in der Gesellschaft ankommt. Eine Veranstaltung, bei der lustige Fussballschallplatten gespielt wurden (Norbert Nigbur: Darum weisst Du nichts von mir) und das Grenzland-Stadion platz fand – während Kicker-Herausgeber, DFB-Granden und die örtliche Prominenz zuhörten. Ich glaube, es hatte ihnen sogar gefallen.

Vielen Dank an meine Begleiter, es hat grossen Spass gemacht mit Euch! …und an all die schönen Bekanntschaften in Nürnberg! Es war ein unvergesslicher Abend.
 

Wer noch etwas vernünftiges Lesen will, die Vorstellung meines Preises im Programmheft und ein kleiner Artikel im Schweizer „Zwölf“: 

 

Matchprogramm FC Dübendorf

in Kreuzlinger Kiste by

Da fehlt man an einem Auswärtsspiel und prompt bekommt man das Match-programm samt Eintrittskarte zugeschickt. Vielen Dank an FCZ-Fan Dani, welcher die Länderspielpause nutzte und sich ein Amateurspiel ansah, sehr schöne Einstellung – und ich habe mich sehr gefreut!

Das Matchprogramm umfasst acht A5-Seiten in schwarz-weiss-orange. Sehr schön der „Trend-Barometer“ und der „Statistik-Corner“. Da verzeiht man auch, dass der Heftmacher des Aufsteigers orthografisch noch nicht ganz in unserer Liga angekommen ist und mit Ortsnamen wie FC Winkel und FC Utzwil um sich wirft.

Freudentänze und Jagdszenen

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Bei den Spiele Kreuzlingen vs. Freienbach redet man auf beiden Seiten von einem Klassiker der letzten Jahre. Die Zutaten: sportliche Augenhöhe, dramatische Spiele, eine spürbare Rivalität auf Platz und Rängen. Das Spitzenspiel am Samstag hielt zwar nicht das sportliche Versprechen, zu fehlerhaft war besonders der Spielaufbau der Kreuzlinger, aber wie schon so oft endete dieses Partie denkwürdig. Freienbach, über weite Strecken das bessere Team, kassierte tief in der Nachspielzeit und in buchstäblich letzter Spielsekunde den K.O.-Schlag zum 2:1.  Keep Reading

Das Grenzland-Stadion und Vicente del Bosque an einem Abend!

in Es war einmal... by

Zuerst mal setzen. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Die Deutsche Akademie für Fussball-Kultur zeichnet meine Bemühungen um die Erinnerung an die Kreuzlinger Fussballgeschichte in Fanzines, Zeitungsartikeln, Re-Prints, Matchprogrammen, der Norman-Smith-Bande, der Festschrift etc. mit dem Preis „Fussball-Erinnerung des Jahres“ aus – im Besonderen für meine „Erinnerungen ans Grenzlandstadion von 1931 bis 1959“. Für mich eine grossartige Anerkennung an meine jahrelange, zeitintensive und manchmal wohl auch etwas verrückte Leidenschaft für diesen verhältnismässig kleinen Verein und seine Geschichte. Keep Reading

Der FC Kreuzlingen verliert Boden

in Stadtduell FCK vs Calcio by

Der FC Kreuzlingen tat sich gegen Aufsteiger Buchs schwer und büsste beim 1:1 vor 210 Zuschauern weiteren Boden zur Tabellenspitze ein. Spannend war die letzte Viertelstunde, als der Regen einsetzte, es alle Zuschauer unter die Zelte auf der Haupttribüne zog und man dem FCK gemeinsam beim vergeblichen Sturmlauf aufs Buchser Tor zuschaute. Aber selbst hier wollte die Stimmung auf den Rängen nicht so recht werden, für ein gemeinsames „Chrüzlinge“ dürfte sich keiner zu Schade sein. Keep Reading

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